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Speakeasy #21: Vermögensteuer, ESC, Jordan Peterson, Permakultur u. v. m.

In der neuen Ausgabe der Speakeasy-Bar beantworten wir wieder Fragen aus dem Publikum. Politisches, Ökonomisches und Kulturelles wechseln sich dabei ab: Wir setzen uns mit dem Solidarismus von Rudolf Diesel auseinander, der typisch ist für die Soziologie eines Ingenieurs. Diesel entwickelte nicht nur den berühmten Motor, sondern auch eine Gesellschaftstheorie, die alle Widersprüche des Kapitalismus auflösen wollte.
Wir sprechen auch über Engels' These vom „absterbenden Staat“ und fragen uns, ob man im Sozialismus noch länger repressive Staatsorgane benötigt. Außerdem geht es um die Besteuerung und die Prüfung von Vermögen: Ist eine Vermögenssteuer überhaupt möglich?
Wir geben Literaturempfehlungen, diskutieren über Kitsch und Camp beim Eurovision Songcontest und sprechen über unsere Reisegewohnheiten.
Zunächst aber geht es um Oles Auftritt in der Phoenix-Runde und um den vielleicht beigelegten Zollstreit zwischen den USA und China.

Neue Fragen könnt ihr senden an:
kontakt@wfa-podcast.de

Speakeasy #21: Vermögensteuer, ESC, Jordan Peterson, Permakultur u. v. m.

Comments

Hallo ihr Beiden, ich weis nicht, ob Kommentare hier von euch gelesen werden, aber ein Versuch ist es vielleicht wert. Ich selbst bin beruflich teilweise in der IT unterwegs und teile eure Einschätzung zur KI nicht ganz. Vielmehr fallen mir nur sehr wenig Berufe ein, bei denen die KI nicht innerhalb der nächsten 10 Jahre zu Stellenabbau führen könnte (vorausgesetzt die Entwicklungsgeschwindigkeit der letzten 3 Jahre nimmt nicht um mehr als 60% ab). Zum Beispiel der von Wolfang angesprochene Mensch, der ihn transportiert hat: Schon heute fahren in SanFrancisco sehr gut funktionierende Taxis komplett autonom (keine Teslas). Lange Zeit galt es als quasi ausgeschlossen, dass es in näherer Zukunft humanoide Roboter gäben könnte, die menschliche Tätigkeiten selbstständig ausführen. Vielmehr ging man davon aus, dass es für jede Anwendung spezial Maschinen gibt. Inzwischen gibt es diese humanoiden Roboter und sie werden teilweise (z.B. BMW) auch schon eingesetzt. Auch ich glaube nicht, dass wir bald einen Handwerker-Trupp aus Robotern haben, die selbständig neue Elektroleitungen in einem Altbau verlegen. „Denkende“ Maschinen, die den Handwerkern helfend zur Seite stehen (billiger und zuverlässiger als jeder Hilfsarbeiter) werden aber vermutlich in 15-20 Jahren ganz normal sein. Wo ich es selbst schon täglich im Alltag erlebe sind >80% aller Tätigkeiten, die wir an Computern durchführen. Jede E-Mail jedes Telefonat kann eine KI freundlicher und kompetenter erledigen als viele Menschen. Auch hier glaube ich nicht, dass wir gar keine Marketingagenturen mehr haben werden, bei denen Menschen arbeiten jedoch kann heute schon einer alleine die Arbeit verrichten für die es vor 2 Jahren noch bis zu 5 Mitarbeiter gebraucht hätte. Bei Programmieren sieht es noch dramatischer aus: Über 30% des jemals geschriebenen Comptercodes ist jetzt schon von oder mir Hilfe KI erstellt. Mir ist wichtig zu betonen, dass es sich lediglich um meine persönliche Einschätzung der Dinge handelt, die um mich herum passieren. Wie die Zukunft genau aussehen wird, oder ob es nicht doch ganz anders kommen wird kann ich natürlich nicht vorhersagen. Vielmehr bereitet es mir sorgen, dass falls es so oder so ähnlich kommen sollte, wir als Gesellschaft darauf nicht vorbereitet sind. Im moment wird viel dafür getan, dass wir Arbeitslose als unnütze, faule und teure Teile der Bevölkerung ansehen. Was wenn wir in 10 Jahren sehr viele davon haben sollten? 20 Millionen Nutzlose und einen Kanzler der Generation Faxgerät? Wenn es den Techriesen gelingen sollte durch ihre KI menschliche Arbeitskräfte zu ersetzten, wir der Kapitalismus wohl kaum darauf warten, bis wir als Gesellschaft uns in Ruhe darauf vorbereitet haben.

Hamty

Ole und Wolfgang könnt ihr mal eine Folge zur Sozialen Dreigliederung nach Rudolf Steiner machen? Eure Meinung würde mich interessieren. Ich persönlich denke da gibt es nennenswerte Punkte für eine Erneuerung des kulturellen,wirtschaftlichen Lebens. Vielen Dank!

Obermüller Christian


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